Warum nicht Unternehmensnachfolger werden?
11.12.10
Existenzgründer sollten stets die Option der Unternehmensnachfolge im Blick haben. Laut einer aktuellen Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und des Instituts für Mittelstandsforschung (ifm) scheint der Generationenwechsel nämlich gerade in mittelständischen Familienunternehmen reibungslos abzulaufen. So zeigten sich fast 80 Prozent der befragten Nachfolger vor allem von der Vorarbeit ihrer Vorgänger beeindruckt.
Laut der jetzt veröffentlichten Studienergebnisse sind im Zeitraum von 2002 bis 2008 ca. 8.600 mittelständische Familienunternehmen an einen neuen Nachfolger übergeben worden. 60 Prozent der Betriebe blieben in Familienhand, 20 Prozent gingen an externe Nachfolger und der Rest an (ehemalige) Mitarbeiter. Hierbei bewerteten insbesondere die befragten familiären Nachfolger die Vorarbeit Ihres Vorgängers als sehr zufriedenstellend und stuften die Übergabe generell als gut vorbereitet ein (ca. 80 Prozent). Die finanzielle Vorleistung des bisherigen Eigentümers sahen immerhin noch knapp 60 Prozent der befragten Nachfolger als positiv an, sodass der Geschäftsbetrieb nach dem Wechsel nicht gefährdet gewesen sei.
Überrascht zeigten sich die Forscher von dem Ergebnis, dass in fast 2/3 der Fälle der frühere Inhaber weiterhin aktiv an alter Wirkungsstätte tätig ist, oftmals sogar in Führungsposition. Die Mit- bzw. Zusammenarbeit mit dem "Alten" wird dabei generell als gut bezeichnet. Dies scheint nicht verwunderlich, da der Nachfolger oftmals vom Erfahrungsschatz seines Vorgängers profitieren kann. Die Unterstützung des Vorgängers erfolgt in vielen Fällen so lange dies notwendig ist. Der Einfluss des Alteigentümers nimmt aber immer mehr ab, je weiter die Übergabe zurückliegt.
Quelle: Startothek 2010