Neue EU - Mikrokredite für Gründung aus der Arbeitslosigkeit

04.02.10

Die EU plant, gründungswilligen jungen Menschen finanziell unter die Arme zu greifen. Bei einem informellen Treffen der EU-Arbeits- und Sozialminister am 29.01.2010 in Barcelona verkündete EU-Kommissar Vladimir Spidla, dass hierfür insgesamt 100 Millionen Euro in Form von Mikrokrediten zur Verfügung gestellt werden sollen. Insbesondere arbeitslose Jugendliche und Langzeitarbeitslose sollen von den Geldern profitieren.

Mit den in der spanischen Mittelmeermetropole vorgestellten Mikrokrediten will die EU der derzeitigen europaweiten Arbeitslosenquote von fast 10 Prozent entgegentreten. Die Finanzierung der Mikrokredite soll die Europäische Investitionsbank (EIB) übernehmen. Die beim Treffen vorgestellten Pläne müssen noch von der spanischen EU-Ratspräsidentschaft ausgearbeitet werden. Vorgesehen ist, jugendlichen Erwerbslosen und Langzeitarbeitslosen mit Hilfe von kleinen Finanzspritzen den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Dieser Personenkreis habe es grundsätzlich schwer, an Kredite zu kommen, erklärte EU-Kommissar Spidla. So verweigerten Privatbanken diesen Menschen oftmals die dringend erforderliche Unterstützung.

Laut EU-Statistikbehörde Eurostat habe die Arbeitslosenzahl in der Eurozone ein neues Rekordniveau erreicht. Insbesondere im südeuropäischen Raum sei die Lage dramatisch. So könne insbesondere in Spanien die Arbeitslosenquote auf fast 20 Prozent ansteigen. Allein im letzten Jahr verloren dort 1,2 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz. Zwischenzeitlich ist auch die Bundesregierung mit dem Mikrokreditsfonds Deutschland gestartet. Dieser soll den Zugang zu Kapital für Klein- und Kleinstunternehmen verbessern und somit dringend benötigte Finanzierungshilfen sichern.


Quelle: Startothek 2010

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